Mit dem Glocknerkönig stand am Sonntag ein International bekanntes Rennen auf meinem Rennkalender. Aufgrund des frühen Starts (7:00) reisten wir (Christian Kohlhauser und ich) sowie alle anderen Radkollegen des RC Elektro Merl Bruck schon am Samstag an. Als wir in Bruck ankamen war ich überrascht welch eine tolle Stimmung hier herrschte es drehte sich wirklich alles ums Rad an diesem Wochenende mehrere Hersteller präsentierten ihre Teile und man konnte einige Parts/Räder begutachten die man sonst nur auf Fotos sieht!!! Weiters erwähnenswert ist die super Organisation der Veranstaltung alles funktioniert ohne Wartezeiten und Stress! Nach einer kleinen Aufwärmrunde gönnten wir uns am Abend noch die bei solchen Events schon traditionelle Nudelparty und gingen bereits sehr früh (21:00) zu Bett.
5:00 Tagwache!! Aufgrund der kurzen Zeit bis zum Start des Wettkampfes entschied ich mich auf ein ausgiebiges Frühstück zu verzichten und würgte stattdessen einen Energieriegel hinunter und dazu kam noch ein Elektrolytgetränk. Dann begaben wir uns um 6:00 auch schon zum Start um einen super Startplatz zu bekommen was bei einer Teilnehmerzahl von knapp 2800 nicht ganz unwichtig ist. Mission geglückt wir standen in vorderster Front nur mehr eine Handvoll VIP Starter verstellten uns den Weg. Als der Startschuss fiel gab es eine kurze Schreckenssekunde und dann ging es auch schon los Richtung Glockner. Aufgrund der langen Stehzeit war die Muskulatur zwar schon etwas steif und kalt doch aufgrund der 10km flachen Anfahrt war dies kein Problem. Ich konnte meine gute Startposition behaupten und fuhr die 10 flachen Kilometer stets wachsam sehr weit vorne im Feld. Etwa 4km vor der Mautstation Ferleiten begann es ordentlich zu steigen und die Spitzenfahrer (Ortner, Spensberger, Obwallner,...) drückten aufs Tempo was zu folge hatte das sich das Fahrerfeld in kleinere Gruppe teilte. Knapp vor der Mautstelle Ferleiten bestand die Spitzengruppe aus etwa 15 Fahrern und eine kurze Unachtsamkeit bescherte mir fast einen Herzinfarkt den aufgrund des hohen Tempos wollte ich auf die Scheibe schalten doch in der Hektik "überschaltete" ich scheinbar und die Kette fiel von der Scheibe Richtung Pedal zum Glück reagierte ich richtig und pedalierte locker weiter sodass die Kette wieder auf der Scheibe landete und ich die Gruppe halten konnte.
Also erreichten wir die Mautstelle und nur wenige Augenblicke später zerteilte sich die Gruppe in kleinere Fahrerpaarungen. An der Spitze befanden sich nun Andreas Ortner, Felix Spensberger und Philip Götsch dahinter folgte eine 4-Mann Gruppe mit Lorenz Lidicky, Mathias Mayr, Andreas Miller und mir. Wir absolvierten die nächsten Kilometer gemeinsam wobei die ersten 3 Mann sich Meter für Meter absetzen konnten. Auf Höhe des Piffkars konnte sich Lorenz Lidicky leicht von uns lösen ich probierte das Loch zu schließen was mir kurzfristig auch gelang doch etwa einen Kilometer später musste ich das Tempo etwas drosseln da es noch weit bis oben war und ich nicht mehr der frischeste war. Nun fuhr ich also solo dahin an 5.Stelle liegend kurbelte ich mich Meter für Meter höher und damit dem Ziel entgegen. Auf der breiten Strasse kam ich mir nach einiger Zeit zwar etwas verloren vor doch man konnte auch immer die engste Linie wählen. Etwa 2km vor dem Ziel als man das erste Mal das Fuschertörl erblicken kann bemerkte ich schon einen enormen Kräfteverschleiß weiters negativ musste ich feststellen das ich meine Schuhe am Start wohl etwas zu fest zumachte und das ich dadurch fast kein Gefühl mehr darin hatte. Inzwischen hatte sich Lorenz Lidicky schon weit abgesetzt und ich kämpfte um meinen 5.Platz zu verteidigen. Doch es sollte nicht sein 400m vor dem Ziel wurde ich von Andreas Miller und Mathias Mayr ein- und überholt und überquerte die Ziellinie als 7ter wobei ich Idiot falscher weise annahm das die erste Datasport Matte meine Zeit stoppte und ich nur mehr dahin gurkte was jedoch nicht der Fall war. Etwa 50m dahinter befand sich eine zweite welche die Zeit nahm somit verlor ich 15s was am Platz zwar nichts änderte jedoch einer 53er Auffahrtszeit kostete ;-(!!!
Im großen und ganzen bin ich mit meiner Leistung beim ersten Start beim Glocknerkönig sehr zufrieden. Ein 7ter Gesamtrang ist ein tolles Ergebnis und kann ich nächsten Jahr wohl schwer getoppt werden ;-)!!!
Meine Brucker Kollegen schlugen sich ebenfalls sehr beachtlich und deshalb auch Gratulation dazu!!!
Nach dem Rennen genossen wir das super Wetter und gönnten uns Kaiserschmarrn ohne Ende bis wir schlussendlich um 12:00 Richtung Tal fuhren und ich die herrliche Umgebung richtig genoss was bei der Auffahrt ja nicht möglich war.
cu.Max
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